Archiv für den Monat: Januar 2013

Der Angriff der Erinnerung auf die momentane Glueckseligkeit

In den Letzten Tagen ist mir in Diskussionen zu Paartherapie und zur Grenze zwischen Natur- und anderer Religion zwei mal das Problem des Angriffs eines erinnerten Jenseits auf die Wahrnehmung der Gegenwart begegnet

In der Paartheorie ging es darum, in einer Beziehung zu einem anderen Lebewesen gegewaertig zu bleiben, dem anderen immer die Unberechenbarkeit und Unbekanntheit zu lassen, die jede und jeder auch gegenueber der Wahrnehmung der eigenen Person kennt. Das heisst immer wieder neu den Zusammenhalt mit dem anderen im Jetzt zu erschaffen. Eher sein Verlust koennte sich von selbst einstellen, als dass sein Erhalt selbstverstaendlich wäre

Bei der Religion war es eigentlich die Frage nach der Grenze, wo ueberhaupt etwas schon ein bisschen verschoben, verwirrt, entangled, aus dem Lot gebracht ist, so dass ein re-ligieren (rueckverankern) ueberhaupt erst zum Beduerfnis wird, weil die Welt zu kompliziert geworden wäre, und man sich nicht einfach wieder in Ruhe den Aufgaben des Alltags wuerde widmen können

. . . ohne in Gedanken versunken irgendwo hängen zu bleiben — durch Gegenewart gewordene Erinnerung in Diskurse um jenseitige Fragen verstrickt. Jenseitig heisst nichts als „nicht da“, zeitlich, räumlich nicht aus dem Hier-und-Jetzt kommend

Das Medium, mit dem wir wie mit einer Zeitmaschine in andere Realitäten surfen können, ist die Sprache, die in ihrer Entwicklung (Damals als new-medium) schon so weit gekommen ist, dass sich in ihr lebhafte Geschichten ausstaffiert mit realistischen Details so erzaehlen lassen, dass die werte Zuhoereschaft zeitweise vergisst, wo sie sich in Realität gerade befindet

Alles klar.

Und die Naturreligion waere dabei nur der Vorzustand der Religion, die sich noch nicht so weit selbst erkannt hat, und auch noch nicht so weit entwickelt hat, dass sie mittels klaren Ersatzantworten und mehr oder minder strengen Regeln das normale Leben in einer groesseren Gemeinschaft unter eine Art geistige Fuehreschaft stellt. Locker definierte Rituale bis zu jenen die durch kanonische Strenge gefasst sind, zeichnen in Gradationen auf, wo wir uns gerade befinden.

difficulture — Radio Show for Howler Monkeys

worum geht es?

Erstens esse ich gerade eine leckere Pasta mit Zwiebelsauce — makes me feel better than bevore!

Zweitens moechte ich die Difficulture-Plattform als allgemein Nutzbare „Klagemauer“ definieren — nicht dass ich mir vorstelle, dass hier vor allem gejammert und geklagt werden soll, jedoch verstehe ich den Akt des Schreibens als eine Art Klage — weswegen wuerde ich sonst Schreiben, wenn da nicht ein Beduerfnis da waere — vielleicht auch nur darueber zu Klagen, dass niemand gerade jetzt da ist, mir seine oder ihre Geschichten erzaehlt und sich meine anhoert

So gesehen hat Schreiben immer einen Anteil an Klagen. Manchmal moechte ich einen Gedanken auch an eine offene Runde mitteilen, selbst wenn ich oeffentlich meine Freude ueber etwas ausdruecke, kann eine Klage darueber mitschwingen, dass mir dasselbe nicht oefter begegnet

Und, damit das keine nur egozentrierte Angelegeheit wird, sollen alle, die hier Kommentare und Antworten verfassen, wenn sie wollen Autoren und Mittraeger des Plattform werden koennen. Selbstverstaendlich kann ich auch lange alleine singen und heulen, aber es ist lustiger wenn die anderen mitheulen. Welcome to all the Howler-Monkeys

Erst das Futter dann die Schoenheit

Claude hat mir soeben diesen Word-Press-Blog installiert. Das Designtemplate der Seite ueberzeugt noch nicht, zu viele Bedienelemente stoeren mich beim Lesen des Textfeldes, die Hierarchien der Typografie sind allzukonventionell, die Fraben langweilig, ich werde aufgefordert eine Antwort abzugeben bevor ich den Text gelesen habe, den ich kommentieren soll –– nun ja. Zuerst muessen wir ein Paar Inhalte aufladen, dann kuemmern wir uns um die Schoenheit, erst wenn ein bisschen Reis da ist beginnen wir mit den Feinheiten der Kochkunst

Meine Identitaet wird mit Tobias Markus Strebel umschrieben, eingeladen Beitraege zu schreiben sind alle die etwas zu sagen haben, wenn das so ist, sollten sie es auch tun (aber ja, es gibt ja so viele Gelegenheiten, dies zu tun). Sonst wird dieser Blog auch nur eine weitere WordPress Seite sein. Von Anfang an mit dabei bei dieser Wiedergeburt der 1999 gegruendeten difficulture-Seite ist Lorenzo Ui Contin

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